OnePlus 7 (Pro) vorgestellt

Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus hat heute die sechste Generation seines neuen Flaggschiffs vorgestellt. Mit dabei hatte man gleich drei Varianten: Das OnePlus 7, OnePlus 7 Pro und das OnePlus 7 Pro 5G. Die Ziffer 4 war einst aus esoterischen Gründen übersprungen worden. Die Basishardware der Handys bekommt das erwartete Upgrade auf aktuelle Komponenten. Als “Herz” fungiert der Snapdragon 855 von Qualcomm, der auch in einer Reihe anderer Topgeräte der Saison steckt. Er arbeitet mit 6 bis 12 GB RAM zusammen, beim Onboardspeicher hat man die Wahl zwischen 128 und 256 GB (UFS 3.9).

Auch einige andere Basics teilen sich das Standard- und das Pro-Modell. Sie unterstützen LTE, NFC, ac-WLAN und Bluetooth 5.0. Die Akkus fallen ähnliche groß aus. Das OnePlus 7 kommt auf 3.700 mAh, das Pro auf 4.000 mAh, jeweils mit Unterstützung für Schnellaufladung per “Warp Charge” mit bis zu 30 Watt. In 20 Minuten soll ein leerer Akku sich auf rund 50 Prozent aufladen lassen. Ein Kopfhörerstecker fehlt beiden Geräten. Die zwei Handys bieten einen USB-C-Anschluss, die Pro-Ausgabe setzt hier allerdings auf USB 3.1, während sein günstigeres Geschwister USB 2.0 nutzt.

Wer sich bislang am schwachen Vibrationsmotor seines OnePlus-Handys gestört hat, dürfte sich (zumindest beim Pro, hier waren die Angabe nicht ganz klar) nun über eine stärkere Version freuen. Ein überfälliges Upgrade bekommen aber beide Handys: Statt eines einsamen Mono-Lautsprechers erschallt der Sound nun in Stereo und mit Dolby-Support. Das Pro-Modell bietet einen größeren Bildschirm mit 6,7 Zoll Diagonale und eine Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixel. Es handelt sich um ein AMOLED-Display ohne Notch und mit einer erhöhten Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz sowie HDR10+-Support. Die Standard-Variante verfügt über ein kleineres AMOLED-Panel mit 6,2 Zoll und 2.340 x 1.080 Pixel, ohne HDR und mit “Teardrop”-Notch, in dem eine 16-MP-Selfiekamera steckt.

Das OnePlus 7 Pro versteckt seine 16-MP-Frontkamera in einem Popup-Modul. Sie bietet elektronische Bildstabilisierung. Um Beschädigungen zu verhindern, beherrscht das Handy Fallerkennung und zieht ein ausgefahrenes Modul wieder ein, wenn es einen Absturz erkennt – was man auf der Bühne auch erfolgreich demonstrierte. Man verspricht weiters, dass der Mechanismus derlei gestaltet ist, dass er während der Lebenszeit des Gerätes nicht ausfällt. Rund 150 Mal soll sich das Modul über fünf Jahre ohne Probleme täglich aus- und einfahren lassen. Bei der Hauptkamera verfügt die teurere Ausgabe über einen Sensor mehr, als die normale Ausgabe. Ein Array aus einem 48-, 16- und 8-MP-Sensor soll für schöne Aufnahmen mit guter Tiefenerkennung bürgen und bietet einen optischen Dreifach-Zoom. Beim Standard-Modell bleibt man bei einer Dualkamera, die ein 48-MP-Fotomodul mit einem 5-MP-Tiefensensor vereint.

Auf beiden Handys läuft ab Werk Android 9.0 “Pie” in der Variante “Oxygen OS”. Neben allerlei Aufwertungen für die Kamera-App gibt es unter anderem einen neuen Gaming-Mode inklusive “Fnatic”-Branding. OnePlus ist schon vor geraumer Zeit Sponsor der bekannten E-Sports-Organisation. Man verspricht ein zeitnahes Update auf Android 10 nach dessen Erscheinen sowie regelmäßige Updates. Schon bisher liefere man Aktualisierungen fast im Monatstakt und sei der zuverlässigste Hersteller nach Google selber, so das Unternehmen. Ebenfalls angekündigt wurde ein 5G-Modell des OnePlus 7 Pro. Zuerst zu haben sein wird es beim britischen Provider EE und dem finnischen Anbieter Elisa. Weitere Infos zu Preis und Verfügbarkeit sollen demnächst genannt werden.

Eine limitierte Stückzahl des OnePlus 7 und OnePlus 7 Pro soll bereits ab 15. Mai über die Website von OnePlus für Community-Mitglieder zu haben sein, man verspricht eine Lieferung bis zum 22. Mai. Dazu verkauft man die Geräte ab 16. Mai auch direkt in Popup-Stores, die in verschiedenen Städten aufgesperrt werden (Wien ist nicht darunter). Der allgemeine Verkauf beginnt am 21. Mai. Preislich bleibt das OnePlus 7 am selben Niveau. Es ist in Österreich um 549 Euro (6/128 GB) bzw. 599 Euro (8/256 GB) zu haben. Die Pro-Version fällt merkbar teurer aus. Sie gibt es im Preisrahmen von 699 Euro (6/128 GB) bis 819 Euro (12/256 GB). Hierzulande kosten die Handys etwas weniger, als in Deutschland. In der Bundesrepublik verlangt OnePlus jeweils zehn Euro mehr. Ebenfalls vorgestellt wurde die zweite Generation der OnePlus Bullets Wireless. Die Bluetooth-Ohrhörer kosten 99 Euro – in beiden Ländern.

via derstandard.at

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