Apple präsentiert iOS 13

Im Herbst erscheint das nächste große Update für iOS und Apple zeigte auf der Keynote viele Neuerungen. iOS 13 bringt sowohl deutlich sichtbare Änderungen an der Oberfläche als auch funktionelle Verbesserungen mit sich. Erneut verspricht Apple auch Geschwindigkeitsverbesserungen in zahlreichen Bereichen. Beispielsweise soll die Gesichtserkennung per Face ID nun 30% weniger Zeit einnehmen. Apps starten laut Apple um 50% schneller, App-Downloads werden deutlich kleiner.

Die Optik: Dunkel
macOS 10.14 Mojave hatte es vor einem Jahr vorgemacht, nun folgt auch iOS. Wer möchte, kann iOS 13 in den dunklen Modus befördern. Dies ist je nach Lichtverhältnissen nicht nur angenehmer für die Augen, sondern bringt auf OLED-iPhones auch den handfesten Vorteil geringeren Stromverbrauchs mit.

Tastatur: Wischen
Seit Jahren erfreuen sich Tastatur-Erweiterungen großer Beliebtheit, die Eingabe von Text per Wischen anstatt Tippen ermöglichen. Genau diese Funktionalität implementierte Apple nun systemseitig – sicherlich sorgt diese Ankündigung bei Anbietern kostenpflichtiger Tastaturen für keine Begeisterungsstürme.

Reminders-App
Was bei vielen Drittanbieter-Apps längst selbstverständlich ist, spendiert Apple auch der komplett neuentwickelten Erinnerungen-App: Gibt man Text ein, so analysiert die App diesen automatisch und erkennt betroffene Personen, den Ort und die Zeit. Personenbezogene Erinnerungen führen zu einem Hinweis, sobald man mit besagter Person per iMessage in Kontakt steht.

Mit Apple einloggen
Viele Webseiten und Dienste bieten die Funktion an, sich mit dem Facebook- oder Google-Account einzuloggen. Apple möchte ebenfalls mit von der Partie sein und bietet eine neue Schnittstelle an, die “Sign in with Apple” heißt. Entwickler können diese in Apps oder auf Webseiten verwenden und Nutzern damit noch einfacheres Einloggen ermöglichen, auch per Face ID. Wie üblich betont Apple, dass man kein Tracking einsetzt und auch keine Nutzerdaten ungewollt an den jeweiliger Betreiber geschickt werden.

Apple Maps: Ein bisschen StreetView
Wie schon vor einer ganzen Weile angekündigt will Apple die hauseigene Kartenlösung komplett auf eigene Beine stellen und damit auch eigenes Kartenmaterial verwenden. Bis Ende 2019 sollen die kompletten USA erschlossen sein, der Rest der Welt muss sich noch länger gedulden. Dank besserer 3D-Ansicht sei auch die Darstellung von Stränden oder Gebäuden wesentlich ansehnlicher. Sammlungen favorisierter Orte lassen sich mit Freunden teilen oder anhand der markierten Orte eine Reiseroute planen. “Lookarounds” bieten dreidimensionale, fotografisch angefertigte Ansichten – in gewisser Weise übernimmt Apple damit das Konzept von StreetView, allerdings auf ausgesuchte Orte beschränkt.

Aktualisierte Fotos-App
Die Fotos-App bekommt viele neue Funktionen zum Bearbeiten von Fotos und sogar Videos. Es ist jetzt erstmals möglich, Farbtemperatur, Kontrast, Schärfe und viele weitere Aspekte eines Videos zu bearbeiten. Außerdem lassen sich Videos in iOS 13 rotieren, bislang war dies mit Bordmitteln nicht zu bewerkstelligen. Die Sortierung der Fotos soll noch intelligenter erfolgen, Apple wählte die Bezeichnung “Tagebuch des Lebens”. Fotos, die zu ähnlich sind, verschwinden aus der Ansicht – natürlich löscht der Algorithmus nicht, sondern blendet nur aus.

In der Monatsansicht hebt Apple besonders bedeutsame Ereignisse hervor. Bei alljährlichen Veranstaltungen bietet Fotos zudem an, noch einmal einen Blick auf die Aufnahmen vor 12 Monaten zu werfen. Der Kindergeburtstag 2019 ermöglicht damit einen schnellen Sprung auf die Party des Jahres 2018.

Neue Siri-Funktionen
Apples Sprachassistent kann mit iOS 13 Textnachrichten automatisch dann vorlesen, wenn sie eingetroffen sind. Gleichzeitig soll es maßgebliche Verbesserungen bei der Stimmführung geben, damit sich Siri noch natürlich und nicht wie ein Roboter anhört. Erstmals wir die Stimme komplett von Software erzeugt und basiert nicht mehr auf Sprachaufnahmen. Siri kann per CarPlay zudem Pandora und Waze bedienen

via MacTechNews

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