Gelöchertes OLED soll gläserne Smartphones ermöglichen

Künftige Smartphones könnten mit OLEDs bedeckt sein, wenn sie Mikroperforationen für Kameras, Mikrofone und andere Sensoren besitzen. Apple hat nun ein OLED mit winzigen Gucklöchern patentiert.

Das Patent No. 9,543,364 beschreibt Displays, die winzige Löcher besitzen. Apple will so das Problem lösen, das bei vollflächigen Bildschirmen besteht: Wo werden Kameras, Mikrofone, Lautsprecher, Lichtsensoren und vieles mehr untergebracht, wenn das Smartphone mit einem Display bedeckt ist, das bis zu den Rändern geht?

Hinter Perforationen im Glas, die für das menschliche Auge zu fein sind, um sie zu erkennen, sollen künftig Lautsprecher, Kameras und andere Sensoren verschwinden. Das würde es den Entwicklern von Smartphones oder Tablets erleichtern, rahmenlose Displays in das Design der Geräte zu integrieren.

Die Mikroperforationen können offen bleiben oder mit Glas, Kunststoffen oder Keramik gefüllt werden, schreibt Apple in der Patentschrift. Die Löcher sollen zwischen den einzelnen Pixeln verlaufen. Bei herkömmlichen LCDs würde das nichts nutzen, weil dahinter die Beleuchtung zu finden ist, bei OLEDs hingegen leuchten die Pixel selbst.

In einem Abschnitt erwähnt Apple zudem, dass ein Teil des Displays einen Blick durch das Gehäuse ermöglichen könnte. So ließe sich eine Augmented-Reality-Lösung realisieren, bei der ein computergeneriertes Bild auf das Realbild gelegt wird. Üblicherweise wird so etwas mit Computerbrillen umgesetzt.

Apple hatte das Patent 9,543,364 bereits im Februar 2015 eingereicht. Dem Antrag wurde erst jetzt stattgegeben.

Ein Patent oder gar ein Patentantrag sind keine Garantie dafür, dass Apple die Technik auch wirklich in einen Prototyp oder gar in ein Produkt einfließen lässt. Im Gegenteil: Eine Vielzahl von Patenten mündet niemals in konkreten Produkten.

via golem.de

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