Apple präsentiert iPhone Xs, Xs Max, Xr

Was bereits in Form einer Marketinggrafik vorab bekannt wurde ist nun offiziell vorgestellt. Apple präsentierte auf dem Event die neuen Flaggschiffe der iPhone-Baureihe. Während sich beim Design nur sehr wenig tat, ging Apple aber einen ersten Schritt hin zu einem neuen Benennungsschema. Der Unterschied zwischen normaler Displaydiagonale und größerem Display wird fortan durch ein „Max“ und nicht mehr durch ein „Plus“ angedeutet. Bei der Wahl des „s“ bediente sich Apple hingegen einer Bezeichnungsweise, wie sie schon seit dem iPhone 3Gs des Jahres 2009 Verwendung fand.

Dennoch ist die aktuelle s-Generation eine weitreichendere Entwicklung als frühere s-Geräte. Apple aktualisierte nicht nur das Innenleben der Geräte und stellte vom A11- auf den A12-Chip um, auch die Einführung des größten iPhone-Displays der Modellgeschichte geht damit einher. 6,5“ misst die Max-Variante, wohingegen das iPhone Xs 5,8“ aufweist. Obwohl 6,5“ nach einem riesigen Gehäuse klingen, konnte Apple durch den Wegfall des Fingerabdrucksensors dennoch die Abmessungen eines früheren Plus-Modells erreichen.

Wie üblich übertrifft die Performance einmal mehr das Vorjahresmodell bei weitem. Der A12-Chip, in 7-nm-Bauweise gefertigt, bietet bis zu 50 Prozent mehr Grafikleistung. Die Rechenleistung steigt nicht ganz so stark, Apple spricht von 15 Prozent Zuwachs bei den Hochleistungs-Kernen. Einiges getan hat sich allerdings bei der Neural Engine, die unter anderem zur Gesichtserkennung eingesetzt wird. Ein Leistungssprung um Faktor 8,5 ermöglich 5 Billionen Operationen pro Sekunde.

Neuigkeiten der Xs-Serie

  • Wasserdicht nach IP68 – damit ist auch eine intensive Bierdusche kein Problem
  • 60 Prozent mehr Farbraum
  • Dolby Vision und HDR10
  • Das Goldgehäuse sieht nun stärker nach echtem Gold aus
  • Face ID arbeitet schneller – und noch sicherer
  • Das stabilste Frontglas aller Zeiten, sagt Apple
  • A12: Erster in 7-nm-Bauweise gefertigter Smartphone-Chip
  • Performance des Grafikchips legt um bis zu 50 Prozent zu
  • A12 arbeitet deutlich effizienter als der A11
  • Massiver Performance-Boost der Neural Engine: 5 statt 0,6 Billionen Operation pro Sekunde
  • Akkulaufzeit steigt
  • Besserer Stereo-Sound
  • Dual-SIM für zwei verschiedene Telefonnummern/Verträge
  • Eine SIM als herkömmliche Karte, eine als eingebetteter Chip (“eSIM”)
  • eSim muss vom Telefonanbieter unterstützt werden (bei Vodafone und Telekom der Fall)

Neue Ära der Fotografie?
Wie üblich spart Apple nicht mit vollmundigen Ankündigungen und bezeichnet das neue Kamerasystem gar als neue Ära. Die Rechenleistung des A12 ermöglicht noch ausgefeiltere Bildanalyse und -Berechnung. Trotz der winzigen Linsen eines Smartphones sollen damit Fotos entstehen können, wie sie selbst mit großen Spiegelreflex-Kameras noch anspruchsvoll bzw. gar nicht erst möglich wären.

  • Rückseite: Neues Kamerasystem mit verbessertem Blitz
  • Front: Schnellerer Sensor, weiterhin 7 MP Auflösung
  • Der A12 Bionic gewährleistet noch bessere Bildberechnung
  • Smart HDR mit vier gleichzeitig aufgenommenen Fotos
  • Porträtmodus verbessert
  • Videoaufnahme: Stereosound
  • Doppelt so schneller Sensor

 

iPhone XR: Der günstigere Einstieg in die aktuelle iPhone-Welt

Schon im vergangenen Jahr hatte Apple mit iPhone X und iPhone 8 zwei Baureihen mit unterschiedlichem Konzept und preislichem Abstand vorgestellt, in diesem Jahr gibt es ebenfalls wieder zwei verschiedene Serien. Wer vor Preisen von 1000 Euro und mehr nicht zurückschreckt, erhält beim iPhone Xs und iPhone Xs Max alles, was Apple momentan an Technologie verbauen kann. Günstiger wird es hingegen beim iPhone XR, dessen gewöhnungsbedürftiger Name für eine Baureihe mit 6,1″ großem Display (größer als iPhone Xs, kleiner als iPhone Xs Max) steht. Apple setzt statt OLED auf LCD und kann damit die Kosten niedriger halten. Trotz LCD gelang es aber, ein fast randloses Design umzusetzen, wozu es einer speziellen Hintergrundbeleuchtung bedarf.

Wie erwartet gibt es das iPhone XR in fünf verschiedenen Farben, nämlich Weiß, Schwarz, Blau, Coral und Gelb. Beim Material setzt Apple auf Aluminium der 7000er Serie, das bereits seit dem iPhone 6s zum Einsatz kommt. Wie kürzlich bereits gemeldet leitet Apple wohl tatsächlich das Ende von 3D Touch ein. Die Funktion steht zwar beim iPhone Xs noch zur Verfügung, nicht jedoch beim iPhone XR. Kürzlich hieß es, dass 3D Touch ab kommendem Jahr auch aus allen anderen Baureihen verbannt wird. Beim Display verwendet Apple den Ausdruck “Liquid Retina”. Es handelt sich um ein True-Tone-Display mit 6,1″ Displaydiagonale und einer Auflösung von 1792 x 828 Pixel. Damit liegt die Pixeldichte bei 326 ppi (gleiche Dichte wie iPhone 6, 7 und 8).

Weitere Details zum iPhone XR
A12-Prozessor – also ebenfalls enorme Rechenleistung
Aluminium-Gehäuse
True-Tone-Display
Eine Kamera, nicht zwei – trotzdem Porträtmodus unterstützt
Akkulaufzeit länger als das iPhone 8 Plus
Wasserdicht nach IP67 (Eintauchen bis einen Meter)

Die wesentlichen Unterschiede zum iPhone Xs sind daher LCD statt OLED-Display, eine statt zwei Kameras, Aluminiumgehäuse statt Edelstahl sowie das Fehlen von 3D Touch. Außerdem ist es etwas schlechter gegen Flüssigkeiten geschützt.

 

via MacTechNews

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